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Eigentlich könnte der Laseta-Pulli jetzt fertig sein. Eigentlich. – Wenn ich denn richtig gerechnet hätte. Oder zumindest mein Gestricks hin und wieder zwischenkontrolliert hätte. Und nicht stattdessen ausschließlich abends vorm Fernseher und schön mindless gestrickt hätte.

Was passiert ist? Der Armausschnitt wurde viel zu klein und zu eng, dadurch wirkt der ganze Pulli höchst seltsam, unproportioniert. Zugegeben: mir kam es beim Stricken mitunter auch schon komisch vor, aber ich war zu bequem um nachzumessen (ich messe eher ungern ständig zwischendurch nach, sondern rechne mir einfach die Reihen aus und stricke dann mit Reihenzähler), dachte es wird schon stimmen, schließlich verrechne ich mich doch nie – Denkste! Gemerkt hab ichs dann erst beim Zusammennähen.

Das Projekt Laseta-Pulli pausiert nun erstmal. In der Zwischenzeit aber habe ich den Lace Ribbon-Scarf gestrickt – eine sehr angenehme Sache war das – und der trocknet nun gespannt vor sich hin. Wenn er fertig getrocknet ist, wirds auch Bilder geben.

Gestern abend hab ich das Vorderteil des Laseta-Pullis fertig gestrickt – wow ging das schnell. Und zwar obwohl ich das Gefühl hatte, ich stricke total langsam: Nadelstärke 7 ist einfach bissel ungewohnt für mich, obwohl ich nicht explizit ungern damit stricke. Auf jeden Fall sieht das Maschenbild leider ein wenig holprig aus, aber ich denke, das wird sich nach dem Waschen ändern.

Laseta-Pulli

Unvermeidlich auf einem von mir angefertigtem Strickstück sind diverse Katzenhaare – siehe Markierung auf obigem Bild. Die Mietz versteht es nämlich hervorragend, sich zwischen mich und mein Strickstück zu schieben um es sich genau da bequem zu machen. Mich stört das nicht wirklich soweit die Sachen für mich sind.

Wenn ich so durch die Strickblogs surfe, hab ich den Eindruck, daß überdurchschnittlich viele Strickerinnen auch Katzenbesitzerinnen sind. Woran das wohl liegt?

die Mietz

Linea RossaIch liebe dieses Linea Rossa Heft. Diese Art von schlichten, klassischen Modellen ist genau meins. Einzige Ausnahme: die Farben.. rot ist voll ok, ansonsten ist mir viel zu viel grau enthalten. Farbig darfs für mich ruhig sein, aber das läßt sich ja am leichtesten ändern. – Ansonsten kommt es eher selten vor, daß ich ein Anleitungsheft finde, in dem ich mehr als 1-2 Modelle nachstricken möchte. Aus diesem Heft dagegen gefällt mir fast alles.

Zur Zeit stricke ich an einer Strickjacke aus diesem Heft (s.u.). Sie strickt sich zwar gut und eigentlich auch schnell, doch bei re-li-re-li nicht besonders spannend – daher stagniert sie gerade etwas.

Vor kurzem hab ich nun bei ebay Wolle für ein weiteres Projekt aus diesem Heft ersteigert: nämlich die Laseta in meiner Wunschfarbe und auch noch recht günstig – ich hab Luftsprünge gemacht vor Freude. Daraus soll nun der Pulli Numero 5 werden und gestern siegte die Neugier und ich hab ihn angeschlagen. Die Wolle ist schön aber.. dicker als ich dachte. Die Mapro ersparte ich mir (mach ich immer so, wenn ich die Orginalwolle verwende. Klappt ja auch in der Regel) und begann gleich mit dem Bündchen. Als das fertig war erhärtete sich mein Verdacht: der Pulli schien ewig weit zu werden, irgendetwas stimmt nicht. Und bei einem Vergleich von Wollbanderole und Anleitung wußte ich auch bald warum: Meine ersteigerte Wolle hat eine andere Lauflänge und Maschenprobe als in der Anleitung angegeben. Hä?

Daraufhin stöberte ich zwecks Recherche durch diverste Onlineshops und stellte fest: Normalerweise besitzt die Laseta sehr wohl genau die Lauflänge und Maschenprobe wie in der Anleitung angegeben. Nur bei meiner ersteigerten Laseta ist das offenbar anders – dabei sieht die dazugehörige Banderole aber sehr orginal aus, nur bei genauem Vergleich fällt der Unterschied auf. Ich habe mir dann auch das Ebay-Angebot nocheinmal angeschaut: der Ebay-Händler hatte Lauflänge und Maschenprobe angegeben und zwar die richtige und nicht die, die diese Wolle normalerweise hat. Extra auf die veränderten Daten hingewiesen hat er aber nicht, da hätte man als Käufer wohl drauf achten müssen – nur auf diese Idee bin ich gar nicht gekommen, soetwas ist mir noch nie passiert.

Aber schimpfen half nun auch nichts mehr. So hab ich die Anleitung umgerechnet und nocheinmal angeschlagen:

Laseta-Pulli

Das Garn ist glatt, ziemlich dick und verstrickt sich recht schnell: das erste Knäul ist bereits verstrickt und das ging ratzfatz. Allerdings wärs mir lieber gewesen, das Garn wär dünner statt dicker als das Orginal – aber das läßt sich nun auch nicht mehr ändern. Mal schaun, was draus wird.

Ich gehöre definitiv zu jenen Leuten, die sich sehnsüchtig wünschen, der Tag hätte noch ein paar mehr Stunden, als er eigentlich hat. Jedenfalls reicht die Zeit einfach niemals. So habe ich dieses Wochenende kaum gestrickt, obwohl ich ja schon sehr gern gewollt hätte.. Schuld daran war natürlich das schöne Wetter. Und damit verbunden das Monsterchen. Monsterchen? Ja, zu diesem Spitznamen ist er durch meinen (leider nichtreitenden) Lieblingsmann gekommen, als dieser ihn zum ersten Mal sah: ‘Das ist ja kein Pferd, das ist ein Schlammmonster’ meinte der nämlich, als ich ihm dieses grundsätzlich immer schlammbespritzte Pferdchen vorführte.

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Und so blieb es bei Monsterchen. – Sein wirklicher Name ist übrigens ziemlich lang und zudem einfach blöd.

Aber Strickprojekte gibt es natürlich trotzdem. Wie man schon gesehen hat, stricke ich liebend gerne Socken. Nämlich einfach weil sie vergleichsweise schnell gehen und mir in meiner knappen Strickzeit dann doch ein paar Erfolgserlebnisse liefern. Außerdem stricken sich Socken so schön ‘mindless’ (gibts eigentlich auch ein deutsches Wort dafür?) außer man strickt Mustersocken, was ich widerum auch sehr gerne tue.

Aber.. ich stricke nicht nur Socken. Mein derzeitiges Großprojekt soll mal eine Strickjacke werden wenns fertig ist:

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Die Wolle, Cashtweed von Lana Grossa in einem schönen rot und übrigens ein Weihnachtsgeschenk strickt sich ziemlich gut – aber bis genug vorzeigbares Gestricks zusammen ist, dauert es wohl noch etwas. Aber jetzt kommt gleich Tatort – und was gibt es schöneres als Tatort und stricken :)